Die neue Kommunikationsschnittstelle zur Leitstelle

Durch die Verbreitung von Führungsunterstützungssoftware in mobilen sowie ortsfesten Befehlsstellen wurde immer wieder der Wunsch nach der Einbindung der FMS-Statuswerte von Fahrzeugen sowie deren GPS-Koordinaten geäußert. Die Verwendung von BOS-Digitalfunk, über den diese Daten erhoben werden, stellt dazu jedoch keine Lösung dar, da das Ziel der Statuswerte und GPS-Koordinaten die Heimatleitstelle ist. Genau hier greift eine neue Lösung, die durch den Hersteller der Einsatzleitsoftware der Sächsischen Integrierten Regionalleitstellen (IRLS) und den IRLS Leipzig und Dresden entwickelt wurde, an.

Über einen Datenaustauschserver im Leitstellenverbund Service (LvS) stellen die Leitstellen alle einsatzrelevanten Daten, wie Einsätze und Aufträge, FMS-Status und GPS-Koordinaten der beteiligten Kräfte und Mittel, bereit. Diese können von berechtigten Nutzern über eine gesicherte Internetverbindung kontinuierlich abgerufen werden und über eine standardisierte Schnittstelle in eine Führungsunterstützungssoftware übermittelt werden. Die Berechtigung der einzelnen Nutzer wird über einen API-Key geregelt.

Die vom Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI entwickelte Führungsunterstützungssoftware „MobiKat (Mobile Information, Kommandoarbeit und Taktik)“ wird als erste diese standardisierte Schnittstelle in ihr System implementieren und nutzen können.